Von Henning Hochrinner
Professor Klaus W. ter Horst ist Studiengangsdekan für den Studiengang Business Information Systems. Foto: Rainer Pieters
Business Information Systems, auf Deutsch Wirtschaftsinformatik, ist der bisher einzige fachbereichübergreifende Studiengang an der FH.
BIS arbeitet im Rahmen des IfiS weitgehend selbstständig wie ein normaler Studiengang. Er unterscheidet sich jedoch von gewöhnlichen Studiengängen vor allem dadurch, dass er nicht nur einem Fachbereich zugeordnet werden kann, sondern dass mehrere an ihm beteiligt sind. Diese sind Wirtschaft Sankt Augustin, Wirtschaft Rheinbach und Informatik.
Durch die Beteiligung mehrerer Fachbereiche entstehen unvermeidlich auch Schwierigkeiten. Laut Professor Klaus W. ter Horst, Dekan des Fachbereiches Wirtschaft Sankt Augustin und Studiengangsdekan BIS, zum Beispiel „in der Koordination der verschiedenen gewachsenen Kulturen in den Fachbereichen, insbesondere in Bezug auf die Studien- und Prüfungsordnung“. Seiner Meinung nach wurden jedoch „bisher für alle Probleme gute Lösungen gefunden“.
Erste Absolventen
Im Herbst 2006 konnte IfiS auch die ersten Absolventen des Studiengangs Business Information Systems verabschieden. Einer von ihnen, Christian Clever, schilderte in bunten Farben und äußerst unterhaltsam in seiner Absolventenrede bei der großen FH-Abschlussfeier die Schwierigkeiten, denen Studierende eines sogenannten Bindestrich-Studiengangs gelegentlich gegenüberstehen. Weder die Kommilitonen des reinen Wirtschaftsstudiengangs noch die normalen Informatikstudenten konnten, so Clever, ganz begreigen, was denn ein Wirtschafsinformatiker denn so mache. Aber er fühlte sich in seinem Fach sichtlich wohl. Und Erfahrungen aus der Praxis belegen, dass bei vielen Fragestellungen das Wissen aus beiden Fachgebieten benötigt wird.
Zukunft interdisziplinärer Studiengänge
Im Oktober wurde auch ein eigener Studiengangsrat für BIS gewählt, der ähnlich aufgebaut ist wie ein Fachbereichsrat. Dieser löst die jährlich zwischen den Fachbereichsdekanen wechselnde Leitung ab und befasst sich mit Fragen des Studiengangs.
Die Einrichtung weiterer interdisziplinärer Studiengänge an der FH ist noch ungewiss, hängt nicht zuletzt von den politischen Gegebenheiten ab. Die Möglichkeiten sind gegeben, aber auf kurze Sicht sind keine weiteren geplant. Gedanken über eine nicht ganz ferne Zukunft gibt Professor ter Horst aber gerne preis: „Ich persönlich glaube, dass ein berufsbegleitender Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen oder Technische Betriebswirtschaft eine solide Nachfrage finden könnte. Ein solcher Studiengang könnte auch im Rahmen des Verbundstudienprogramms des Landes NRW realisiert werden.“
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Artikel vom 13.02.2007
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